Verwertung & Ankauf

Auktion

Auch: Versteigerung · Auktionshaus · Meistbietend

Eine Auktion ist ein Verkauf an den Meistbietenden und eignet sich für Gegenstände mit unklarem oder hohem Wert. Sie erzielt oft höhere Preise als ein Direktverkauf, dauert aber länger und bietet keine Preisgarantie.

Wann sich eine Auktion lohnt

Bei Objekten mit Sammlerinteresse und schwer bestimmbarem Marktwert: Kunst, hochwertige Uhren, seltene Instrumente, bedeutende Sammlungen. Hier kann der Wettbewerb unter Bietenden Preise erzeugen, die ein Direktankauf nie erreicht.

Nicht sinnvoll ist sie bei gewöhnlichem Hausrat, bei Gegenständen mit klarem Marktpreis und dann, wenn es schnell gehen muss – zwischen Einlieferung und Auszahlung vergehen je nach Auktionshaus zwei bis sechs Monate.

Die Kostenseite

Auktionshäuser verlangen eine Verkaufsprovision vom Einlieferer, üblicherweise 15 bis 30 Prozent. Dazu kommen je nach Haus Kosten für Katalogisierung, Fotografie, Versicherung und Transport. Der Käufer zahlt zusätzlich ein Aufgeld.

Rechnen Sie deshalb mit dem Nettoerlös, nicht mit dem Zuschlagspreis. Ein Zuschlag von CHF 5'000 bedeutet bei 22 Prozent Provision und CHF 200 Nebenkosten einen Nettoerlös von rund CHF 3'700.

Das Risiko des Nichtverkaufs

Wird der Mindestpreis nicht erreicht, bleibt das Objekt unverkauft. Sie müssen es dann zurücknehmen oder in eine weitere Auktion geben – oft mit reduziertem Mindestpreis, weil ein bereits erfolglos angebotenes Objekt am Markt an Attraktivität verliert.

Beispiel aus der Praxis

Aus einem Nachlass in Thalwil stammt eine Sammlung von zwölf Taschenuhren. Ein Direktankauf hätte CHF 6'500 gebracht. Über ein spezialisiertes Auktionshaus werden Zuschläge von insgesamt CHF 14'200 erzielt; nach 22 Prozent Provision und Nebenkosten verbleiben rund CHF 10'800. Der Mehrerlös rechtfertigt die Wartezeit von vier Monaten.

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Häufige Fragen zu Auktion

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